Lübeck - Buchholz

Wanderfahrt Lübeck - Buchholz (7./8. Oktober 2006)

Was unsere alten Herren können, sollten wir jungen wohl auch hinkriegen: auf Wanderfahrt gehen! Gesagt, getan. Dank Hannes und Isa wurde alles - von der Strecke über die Boote und Verpflegung bis zur Unterkunft – bestens für eine Wochenend-Tour organisiert. In Lübeck startend wollten wir über die Wakenitz, den Amazonas des Nordens, und den Ratzeburger See nach Buchholz gelangen. Tatsächlich hat uns der Wind einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht.

 

Dabei war der Start perfekt: In zwei fröhlichen Vierern sind wir - Katja Sauerbier, Isabel Gutschow, Hannes Ruf, Christian Kerkhoff, Joachim Brack, Stephan Bohn, Stefan Hellwig, Fabian Rennack, Helge Ohlsen und ich - mit Sack und Pack in Lübeck bei sonnigstem Herbstwetter gestartet. Herrjeh ist die Wakenitz schön! Dass es einen so wilden und ursprünglichen Fluss in unseren Breitengeraden noch gibt – beeindruckend. Lecker Bierchen und sonnenbeschienene Ruderpausen taten ihr übriges. In Rothenhusen, wo die Wakenitz in den Ratzeburger See fließt, gab es vor und nach der Einkehr ins Fährhaus ausführliche Begutachtungen dessen, was auf uns wartete: ein hoher Wellengang, der ziemlich unbezwingbar schien. Aber egal, oder besser: Versuch macht klug. Denn der Sieger bei unserem Kampf gegen Wind und Wellen war erstaunlich schnell ermittelt. Keine 200 Meter sind wir gekommen. Da mussten wir schon, durchaus frohen Mutes gestartet, voll mit Wasser bis oben hin wieder umkehren, schöpfen und warten. Warten darauf, dass der Wind von derzeit 7-8 Windstärken nachlässt. Stattdessen begann es zu regnen - nicht zu knapp und das für den Rest des Tages. Nachdem auch der zweite Versuch, auf den See zu gelangen, nach kläglichen 10 Metern abgebrochen werden musste, ging es - wir sind ja flexibel – bei Wind und starkem Regen überraschend gut gelaunt wieder zurück nach Lübeck, zu unseren Autos. Denn viele Wege führen nach Buchholz. So stand, nach der ersehnten heißen Dusche, dem anschließenden sehr lustigen Abend in dem Haus von Hannes Eltern mit besten Grill-Würstchen, Kartoffelsalat, Bier und Wodka nichts mehr im Wege.

Im Anschluss an das gemütlich späte und dazu noch perfekte Frühstück (Hoch lebe Dein preisgekrönter Schlachter, Katja) wurden am nächsten Vormittag wieder unsere zwei Vierer in Lübeck gepackt und die Stadt vom Wasser aus besichtigt. Dass der alte Stadtkern zum Weltkulturerbe gehört, war mir bekannt. Dass es eine Insel ist, die man per Boot komplett um- (und durch-)runden kann, bis dahin nicht. Tatsächlich haben wir erstaunlich viel von der alten Hansestadt mit ihren kleinen Kaufmannshäusern zu Gesicht bekommen. Und für die Mittagspause mit Schnittchen und kalten Grill-Würstchen konnten wir dank einer halbwegs niedrigen Ufermauer und einigen Kletterkünsten direkt im Zentrum anlegen. Perfekt! Trotz oder gerade wegen der Hindernisse eine super Tour! Sehr gerne wieder!