Elbe: Schnackenburg

Ruderwanderfahrt von Schnackenburg nach Lauenburg

Freitag, 28.08.2009: Günter Gommel brachte die Bootstransportgruppe mit Rolf Schopper, Jürgen Kausch und Ernst Neumann um 13.30 Uhr mit seinem Benz nach Lauenburg. Dort wartete schon ein Ruderer der RG Lauenburg mit dem Bootsanhänger und zwei Wanderrudervierern auf Sie. Gemeinsam brachten sie den Transport unbeschadet nach Schnackenburg. Dort an der Elbe wurden die Boote abgeladen und der Lauenburger Ruderer fuhr allein heim.

 

Der Kleinbus mit Fred Heller am Steuer und den Ruderern Christian Fründt, Rüdiger Heerdegen, Klaus Pätz, Helmut Gerhardt, Helmut Möller und Gerhard Asmussen machte sich dann um 17.30 Uhr auf den Weg. Zögernd ging es durch den Feierabendverkehr hinaus auf die Landstraße und dann Richtung Geesthacht, Lauenburg, bei Dömitz über die Elbe und den Rest der Strecke nach Schnackenburg. Um 20.40 Uhr erreichen wir endlich unser Hotel „Deichgraf“ und checkten ein. Schnell waren die anderen Ruderer im Cafe gefunden und die Wanderfahrt begann mit einem gemütlichen Abendessen, überwiegend Bauernfrühstück und dem einen oder anderen Bier.

 

Frühstück in Schnackenburg
Elbabwärts
Mittag in Dömitz
Das Gewitter zieht ab
Ende in Hitzacker

Sonnabend, 29.08.2009: Der Fahrtenleiter Rolf hatte um 8 Uhr zum großen Frühstück gerufen und alle waren pünktlich. Es war sehr reichhaltig mit großer Auswahl und gut. Ausgiebig wurde dabei über die große Karte des Deutschen Reiches an der Wand diskutiert. Wir durften das erste Mal zahlen, um davon auch die Übernachtungskosten von 22 Euro zu begleichen. Ab 09.00 Uhr fanden wir uns an den Booten ein und das Aufriggern ging zügig vonstatten. Die vorbestimmten Besatzungen stiegen ein, und schon um 09.30 Uhr begann die Tour am Stromkilometer 475 bei wenigen Wolken im Sonnenschein bei 14 Grad. Beide Boote kamen gut voran und die liebliche Landschaft mit ihren Buchten und Buhnen zog vorbei. Die Wettervorhersage hatte leider Recht und der Wind wurde immer stärker. Eine Crew fand es richtig, schon am Start die Schwimmwesten angelegt zu haben. Der Wind frischte immer mehr auf und die Elbe wurde immer kabbeliger. Die Steuerleute beobachten genau die Wellen, um die Boote sicher und ohne viel Wasserübernahme zu steuern. Die Wellenhöhe war ca. 30 cm, aber das Rudern wurde anstrengender und man musste höher abscheren. Ein Kilometer nach dem anderen wurde lauthals passiert und langsam kam die alte Brücke von Dömitz in Sicht und die wohlverdiente Pause.

 

Es war Stromkilometer 504 und 13 Uhr, als wir nach steuerbord abbogen und den Seitenarm hinauf ruderten Richtung Dömitz-Stadt. Die Boote konnten problemlos an einem Sandstück anlegen und der „Tisch“ (Betonklotz) wurde schon von Fred (unserem Busfahrer) mit Toast, Käse, Rotwein, aber auch Mineralwasser und leckerem Mandelkuchen (von unserem Jürgen) gedeckt .Wir genossen alles und bekamen noch Besuch von Helga (Rüdigers Frau mit Schwager), die „zufällig“ auch hier waren.

 

Um 14.30 Uhr hieß es Abschied nehmen von Dömitz und wir ruderten zurück auf die rauhe Elbe. Es waren ja „nur“ noch 18 km bis zum Ziel. Die Boote kamen nicht wirklich schnell voran, denn der Wind blies natürlich von vorn. Von vorn kamen auch dunkle Wolken auf und man hörte einen leichten Donner in der Ferne. Es fing an zu tröpfeln. Beide Steuerleute beschlossen sofort die Boote auf den Sand zu setzen (Stromkilometer 514,5 und 16.05 Uhr). Schnell in die Regenkleidung und das Gewitter brach los. Hier hockten sie nun, die Ruderer, auf der grünen Wiese, und ein starker Regenschauer mit Hagel überschüttete sie. Nach ca. 15 Minuten war alles vorbei. Die schwarzen Wolken verzogen sich grollend und wir durften erst mal die Boote mit der Lenzpumpe leeren.

 

Das Gewitter hatte auch einen positiven Effekt: Der Wind war vollkommen eingeschlafen. Nun machte das Rudern wieder Spaß, und die beiden leichten Regenschauer störten keinen mehr.

 

Um 17.30 Uhr am Stromkilometer 522 war das Tagesziel (47 km insgesamt) erreicht. Rolf erwartet uns am Strand von Hitzacker. Hoch wurden die Boote auf den Strand gezogen und wir gingen hinein in die Stadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern. Fast alle Zimmer des Hotels „Dierks“ wurden von der WSAP gebucht. Hier gab es erst einmal eine heiße Dusche in komfortablen Zimmern und eine Pause auf den Betten. Bei einem guten Essen um 19.15 Uhr im Restaurant mit Blick auf die Elbe ließen wir den Tag Revue passieren und das eine oder andere Bier schmecken.

 

Sonntag auf der Elbe
Pause
Klarschiff in Lauenburg

Sonntag, 30.08.2009: Natürlich pünktlich um 8 Uhr saßen alle Ruderer wieder am langen Tisch mit Blick auf die Elbe. Das Frühstück war sehr umfangreich mit viel Wurst, Käse, Saft, Kaffee, Tee, Müsli, knackigen Brötchen  – und alles war liebevoll garniert.

 

Die Sonne schien, als sich die Boote um 09.20 Uhr von Hitzacker verabschiedeten. Die Elbe war ruhig und die Landschaft am Ufer jetzt abwechslungsreicher mit bewaldeten Hügeln und vereinzelten Häusern. Die Kilometer zogen vorbei und wir genossen das Rudern. Leider nahm der Wind wieder etwas zu und auch zwei kleine Schauer ärgerten uns.

 

Um 13.25 Uhr erreichten wir Stromkilometer 555. Hier wartet Ernst mit Freds rotem Bus und es gab wieder leckeren Rotwein mit Käse auf Toast. Ein umgedrehtes Ruderboot war ein idealer Mittagstisch und auch ein größerer grüner Frosch nahm Platz auf dem Boot.

 

Schon um 14.15 Uhr ging es zurück auf den Strom. Der Bus blieb mit Jürgen zurück. Die weiteren Ruderkilometer wurden wieder schwieriger. Der Wind nahm natürlich zu, die Elbe  wurde welliger und auch einige leichte bis mäßige Regenschauer beglückten uns. Langsam ruderten wir gegen den Wind und hatten das Gefühl, nicht voranzukommen. Dann endlich kam  die Brücke von Lauenburg in Sicht und das Ruderende nahte. Schön war die Fahrt vorbei an der historischen Häuserfront von Lauenburg und gleich dahinter war der Flusskilometer 570 und der Club der Rudergesellschaft Lauenburg, die uns die Boote geliehen hatte. Um 16.15 Uhr endete die Wanderfahrt. Für die letzten 15 Kilometer haben wir glatte 2 Stunden gebraucht. 51 Kilometer sind wir heute gerudert, also insgesamt 98 Kilometer an beiden Tagen.

 

Es folgte das obligatorische Großreinemachen mit Ausspritzen der Boote und natürlich durfte das Putzen der Rollschienen nicht fehlen.

 

Um 17.15 Uhr  war alles fertig und wir genossen im Clubraum der RGL leckere Heidelbeertorte oder Eierlikörkuchen und ließen die Wanderfahrt noch einmal Revue passieren.  Hauptgesprächsthema war natürlich das Gewitter mit den Ruderern, die wie Hasen auf der Wiese hockten.

 

Unser Dank galt natürlich Rolf, der auch diese Wanderfahrt, dieses Mal für seinen erkrankten Bruder Klaus, sehr gut organisiert hatte.

 

Ab 18 Uhr brachten uns Fred und Günter (sein Benz stand bei der RGL) heim nach Hamburg.

 

Wohlbehalten endete diese Wanderfahrt wieder bei der WSAP am Isekai um 18.57 Uhr.

 

Gerhard Asmussen