Nordseetour

Nordseetour vom 01.08.bis 04.08.2008

Endlich hat es einmal terminlich geklappt und ich kann, leider als einziger vom WSAP, an der jährlichen Nordseetour von Wolfgang Pott RV Uelzen teilnehmen.

 

Nach einer Anreise mit vielen Staus machen wir es uns Freitag gegen 20.00Uhr im Bootshaus des Norder Ruderverein gemütlich und grillen das unterwegs bei Aldi gekaufte Grillgut. Einige Biere und Schnäpse gibt es natürlich auch.

 

Nach dem Frühstück geht es dann gegen 9:00 Uhr am Samstag auf nach Norddeich.

 

Dort im Jachthafen machen wir unsere beiden Boote sehr abenteuerlich „Seeklar“. Als Auftriebskörper werden Ballons im Boot befestigt und als Wellenbrecher wird jeweils ein dünnes Brett durch die Ausleger gezogen. Hat aber funktioniert.

 

Um kurz nach 10.00Uhr stechen wir in See. Wir rudern erst einmal ca. 2Km durch die schmale Fahrrinne Richtung Nordsee. Dort sind wir noch einigermaßen geschützt. Nach verlassen der Fahrrinne bekommen wir es mit den Wellen der Nordsee zu tun. Es ist ein mühseliges Rudern, wenn man bei jedem Schlag aufpassen muss, ohne Krebs zu fangen oder hängen zu bleiben den Schlag zu beenden. Ein paar Kilometer vor Juist kommt es dann so dick, dass ich als Schlagmann in dem ungesteuerten Vierer die Lenzpumpe permanent bedienen muss. Die anderen 3 müssen uns alleine in den Jachthafen von Juist rudern. Dort gegen 12:00 Uhr angekommen erregen wir sofort das Aufsehen der Segler und Feriengäste und müssen viele dumme Fragen beantworten.

 

Erst einmal stärken mit Bier und Brötchen für die Rückreise. Während der 2stündigen Pause flaut der Wind so ab, dass wir beschließen rund um Juist zu fahren. Also wieder auf in die Boote und weiter geht’s. Alles läuft prima, bis wir leider feststellen, dass wir an der Westspitze der Insel mitten im Watt wegen des Niedrigwassers stecken geblieben sind. Also aussteigen und das Boot wieder in ruderbares Wasser treideln. Wir rudern an einer Sandbank mit Seehunden vorbei. Die gleiten ins Wasser und nach kurzer Zeit tauchen sie ca. 20m vom Boot wieder auf, um uns neugierig zu beäugen. Also die Kameras raus und Fotos gemacht. War ein tolles Erlebnis.

 

Gegen 16:00Uhr erreichen wir den Juister Hauptbadestrand. Leider raubt uns der einsetzende Regen die Show, denn die meisten Badegäste flüchten vom Strand. Wir ziehen die Boote an Land und stärken uns ein letztes Mal vor der Heimfahrt in einer Strandkneipe mit einigen Gerstenkaltschalen.

Gegen 17:30 Uhr nehmen wir die 2. Hälfte der Juistumrundung und dann die Heimfahrt nach Norderney in Angriff. Gegen 20:30Uhr kommen wir im Jachthafen an. Jetzt nur noch schnell die Boote sicher am Land ablegen und heim zum Bootshaus. Dort wird als Erstes das Feuer für den Grill entfacht und das Bierfass wieder aktiviert. Nach ausgiebigem Duschbad und Stärkung mit Grillgut und Bier falle ich gegen 24:00Uhr ziemlich kaputt auf meiner Luma in einen festen Schlaf.

 

Am Sonntag sitzen wir frohen Mutes wieder im Boot um die 2. Etappe in Angriff zu nehmen. Es soll über Norderney nach Baltrum gehen. Bei der Ausfahrt aus dem Hafen merken wir aber schon, dass der Wind noch mehr weht als am Samstag. Wir rudern jedoch unverdrossen weiter Richtung Norderney. 

 

Auf Norderney angekommen beschließen wir dann aber in den sicheren Norderneyer Yachthafen einzulaufen. Nach einer ausgiebigen Pause machen wir uns dann auf den Heimweg. Da das Wetter sich leider noch verschlechterte, war die Fahrt zurück nach Norddeich doch ziemlich beschwerlich.

Um 18:00 Uhr dann doch sicher angekommen werden die Boote verladen und ab geht es nach Norden. 

 

Eigentlich war am Montag noch eine Tour auf der Ems geplant, aber da es die ganze Nacht gegossen hat und morgens auch nicht aufhörte zu regnen, beschlossen wir mehr oder weniger einstimmig uns gemütlich auf die Heimreise zu machen.

 

Es war zwar eine ziemlich anstrengende Wanderfahrt, aber ein ganz tolles Erlebnis. Eigentlich hatte ich kurz danach gesagt, das muß ich nicht wieder haben, aber nach 3 Wochen Abstand denke ich schon wieder anders darüber.

 

Fred Heller