24. Altherrenwanderfahrt auf dem Main

Das war des Fahrtenleiters Traum....

....einmal ein paar sonnige Tage auf den Wassern an den Küsten der Levante in solch angenehmer Gesellschaft zu verbringen, leicht geschürzt und bei verführerischem Gesang....


Und so war die Wirklichkeit. Nicht die Ägäis zwischen Troja und Ithaka war unser diesjähriges Ruderziel sondern nur der Main zwischen Bamberg und Würzburg. Und Penelope gab uns auch nicht zehn Jahre Urlaub sondern nur viereinhalb Tage. Statt kunstvoll gearbeiteter Barke zwei lahme Doppelvierer, statt des leichtgeschürzten Damentrios eher stämmige fränkische Frauenfußballanhängerinnen. Und der verführerische Gesang entpuppte sich als das nächtlich infernalische Gekreische einer Alarmsirene direkt vor unserem Hotelfenster.

Alles in allem also ein Reinfall? Keineswegs! Schließlich war die Crew toll, schien fast nur die Sonne, war das Essen reichlich und nur der Wein ordentlich sauer. Und wir haben viel gelernt.

Oder wusstest du, dass .....

  • Bamberg auf sieben Hügeln erbaut wurde?

  • dort nicht nur ein gewisser Heinrich mit seiner Kunigunde sondern auch jede Menge Pfohlmänner begraben sind?

  • der Schotte Mc Kilian schon vor Urzeiten das flache Land mit Kirchen und Klöstern vollgestellt und die wenigen Hanglagen mit Rebstöcken bepflanzt hat?

  • die höchsten Erhebungen weit und breit die Kühltürme des AKWs Grafenrheinfeld sind?

  • die Mafiosi der RMD-AG die ehemals flotte Fluss-Strömung durch 15 Schleusen auf Null herabbremsten?

  • sie dabei aber glücklicherweise ein paar Kilometer Altarm unterhalb Volkachs übersahen – naturbelassen, mit erfreulichem Gefälle und ungestört durch Berufsschifffahrt ?

  • man Hassfurt unbedingt weiträumig umfahren sollte?

  • es unter uns so unentdeckte Talente wie einen Hundeflüsterer gibt?

  • in Marktbreitfeld das Geburtshaus von Dr. A. steht, der vor reichlich hundert Jahren schon eine seltsame Krankheit beschrieb, deren Name ich leider vergessen habe?

  • es mitunter sehr hilfreich sein kann, das Kompositum ‚elektronischer Nockenwellenpositionsgeber’ mehrmals hintereinander fehlerfrei hersagen zu können? Und dass

  • Wanderrudern ohne Boote eigentlich auch wunderschön sein könnte!

(Eine nachdenkenswerte Idee aus dem Kreise unseres Vorkommandos)

Mit dabei waren wieder die Jungmänner Benedikt, Helge und Jan sowie die alten Hasen Eddi, Fred, Herbert, Hero, Jürgen d.J., Manfred, Rainer , Norbert und....

....Heinz, dem es erst auf der letzten Etappe gelang, sein Bordgepäck auf das Mindestnotwenige zu beschränken.

 

 

19. Juli 2011

Norbi